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Programm

01.02.2013 20:00 - 28.02.2013

Czech In - 3.Block

Im dritten Teil der Retrospektive Czech In- 3x Tschechischer Film, stellen wir Ihnen tschechische Produktionen aus den Jahren nach 1989 vor. Wir beginnen am 1.2. um 20 Uhr mit dem Film "Vojtěch, der Waise genannt". Anschließend laden wir Sie zu einem kleinen Empfang mit Staropramen im Foyer des Filmmuseums ein.

Nach den politischen Veränderungen des Jahres 1989 änderte sich auch der Charakter der bislang voll staatlich finanzierten Filmindustrie. Unerlässlich sind seitdem weitere Ressourcen privater Produzenten – die auch kommerzielles Interesse mit sich brachten.

Einen wichtigen Übergang von der alten Ära zum neuen freien Schaffensraum stellt der Schwarz-Weiß-Film Vojtěch, der Waise genannt (Zdenek Tyc) dar, der Ende der 1980er Jahre entstand.

Die Regisseure der „nach – November-Generation“ suchten zunächst einen eigenen Weg zum erzählen von Geschichten ohne Rücksicht auf kommerziellen Erfolg. Charakteristisch für sie ist die Bemühung um Authentizität, sowohl auf inhaltlicher, als auch auf visueller Ebene.

Es wird sowohl die neue Lebensrealität der 1990er Jahre thematisiert, als auch die Vergangenheit, die traumatischen Momente der tschechischen Geschichte –– wie etwa bei Jan Hřebejk (*1967), der in seinen Komödien einen eher harmonisierenden Ton wählt, der ihn allerdings davor bewahrt, bis zum schmerzhaften Kern der Dinge vorzudringen .

Eine charakteristische Handschrift- eine präzise Realisation des Hollywood-Stils verbunden mit Humor und Sentiment – haben die Filme von Jan Svěrák (*1965).

Die folgende Generation wird oft als „Neue Neue Welle“ bezeichnet. Ihre Poetik schließt an die der 1960er Jahren an, die Regisseure schreiben ihre Drehbücher selbst und erzählen von Antihelden, die ihre Defizite hinter scheinbarer Ausgeglichenheit verstecken. Es geht hier um private, intime Konflikte wie bei David Ondříček (*1969), Petr Zelenka (*1967), Saša Gedeon (*1970) oder Bohdan Sláma (*1967).

Obwohl nach 1989 viele angesehene Regisseure der 1960er Jahre ihre Arbeit fortsetzten, gelang es nur selten, an die früheren Erfolge anzuknüpfen, mit Ausnahme des Experimentierenden Jan Němec (*1936). Seine Nächtlichen Gespräche mit der Mutter (2001), die digital mithilfe der Fischaugen-Technik gedreht wurden, haben den Goldenen Leoparden in Locarno gewonnen.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit den folgenden Filmen:

Vojtech, der Weise gennant, Fr 1.2. 20 Uhr | So 3.2. 18 Uhr

Akkumulator 1, So 3.2. 20 Uhr | Di 5.2. 18 Uhr

Marian, Di 5.2. 20 Uhr | Do 7.2. 18 Uhr

Die Rückkehr des Idioten, Sa 9.2. 20 Uhr | Di 12.2. 18 Uhr

Wir müssen zusammenhalten, So 10.2. 20 Uhr | Do 14.2. 17.45 Uhr

Wilde Bienen, Mi 13.2. 20 Uhr | Sa 16.2. 18 Uhr

Der Ausflug, So 17.2. 20 Uhr | Di 19.2. 18 Uhr

Nachtgespräche mit Mutter, Mo 18.2. 20 Uhr | Fr 22.2. 18.30 Uhr

Unsere Champions, Di 19.2. 20 Uhr | Mi 20.2. 18 Uhr

Geschichten des alltäglichen Wahnsinns, Fr 22.2. 20 Uhr | So 24.2. 17.45 Uhr

Grandhotel, So 24.2. 20 Uhr | Di 26.2. 18 Uhr

… und es kommt noch schlimer, Mi 27.2. 20 Uhr | Do 28.2. 18 Uhr

 

 

Veranstaltungsort:

Filmmuseum Düsseldorf, Schulstraße 4, 40213 Düsseldorf

Datum:

Von: 01.02.2013 20:00
Bis: 28.02.2013

Veranstalter:

Das Tschechische Zentrum ist Mitveranstalter


Veranstaltungserinnerung
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